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"Hast du schon einmal einen Löwen gesehen, der ein Gärtner war?" sagte der Glückliche Löwe. "Ich habe ja immer gesagt, es gibt noch Berufe für kluge Löwen."





Ich habe das einfach mal für mich gemacht um dann mit dem vom letzten Jahr zu vergleichen, was immer noch gleich ist, bzw. was sich seither geändert hat. Nicht nur ich selbst, ich habe mich verändert und das wird mir auch jeden Tag bewusst, aber nun, vielleicht sollte man das hier einfach lesen und gar nicht so viel darüber nachdenken.

1. Lieblingssong, für den ich mich rechtfertigen musste: Wise Guys – Powerfrau. Das steht symbolisch für alle Nach-Chor-Ohrwürmer. Man sollte abends, wenn man vom Chor heimkommt, sich seinen Ohrwurm, nicht halblaut vor sich her singen, denn wenn dann plötzlich jemand vor einem steht, den man kennt, aber gar nicht bemerkt hat, dann kann man leicht in Erklärungsnot kommen..

2. Anstrengendster Gast in meinem Leben: Schwierig, denn als was definiere ich anstrengend? Seelisch anstrengend oder körperlich anstrengend? Aber einen einzelnen, nein den gibt es nicht.

3. Lieblingszitat: We see a line. We want to cross it. Maybe it’s the thrill of trading the familiar for the unfamiliar. A sort of personal dare.The only problem is once you’ve crossed it’s almost impossible to go back. But if you do manage to make it back across that line. You find safety in numbers.

4. Bester Special Effect: Wir als Models, beim Sommerkonzert. Der Regen in der Normandie. Ein Blumenstrauß per Post.

5. Schönste Behauptung eines Freundes: Naja habe dich auch sehr gerne. Wenn.. dann. Vorbei.

6. Friseurbesuche: 4. Januar. Und auf einmal hatte sie glatte Haare und man erkannte sie nur noch auf den zweiten Blick oder an ihrem Laufstil. Frankreich, Arnouvilles Les Gonesse, ein französischer Friseursalon und dann läuft eine Blondine, das heißt in dem Fall, ich, und sie hat so herrliche blonde Locken, das waren die angestarrtesen paar Minuten, auf einer gerade Straße zum Bahnhof. Meine neue, alte Haarfarbe.

7. Schönstes Kleidungsstück: mein hübscher rosa Rock, herrlichst, so wunderhübsch, mein türkises Top, wunderbarst, ein weißer, so toller Pulli, hachja und dann noch die vielen kleinen anderen Dinge, wie das schwarze, das raffinierte blaue Top. Ach, da kann und will man sich einfach nicht entscheiden.

8. Verliebt: Nein. Verliebt sein ist Marketing. Und das habe ich mir ausgeredet.

9. Gefundene Freunde: Namen nennen will ich keine, sehr viele davon wären aus Frankreich, aber von hier sind auch einige dabei.

10. Entdeckung: Kochen kann Spaß machen und kochen lernen auch. Es gibt Bücher, die sind beim fünften Mal lesen noch wunderbar. Und es gibt Dinge, die sind gar nicht so schlimm. Schön vielleicht.

11. Song: Emiliana Torrini – Sunny Road. 'Some things don't change. My middle name's still 'Risk'. This time as one. We'll find which way to go'

12. CD: Eine bestimmte. Nein. Vielleicht doch. Les Choristes – Die Kinder des Monsieur Mathieu. Aber vielleicht auch eine andere. Je nach Wohlbefinden.

13. Kassierte Nummern: Ein paar, die man mag, ein paar, die man eben hat, weil man sie braucht, ein paar, die man eigentlich gleich wieder löschen sollte, es aber nicht tut, um zu wissen, ob diese Person anruft. Und nein, das ist nicht gemein, das ist praktisch.

14. Beste Zeit: Ballettaufführungen. Feen. Weltmeisterschaft. August in Frankreich. Und ein paar kleine Augenblicke. Theateraufführungen. Theater- & Chorfahrten.

15. Erkenntnisse: - Sometimes you have to do the wrong thing, sometimes you have to make a big mistake to make things right. - No man defines who you are. - Lügen ist falsch, das sagt man jedenfalls, eindauernd von Geburt an. Lügen haben kurze Beine. Die Wahrheit ist das Beste. Ehrlich währt am Längsten usw. Tatsache ist: Lügen ist eine Notwendigkeit. Wir belügen uns sogar selbst, weil die Wahrheit, weil die Wahrheit, weh tut verdammt noch mal. - Ganz gleich, wie stark wir es zu ignorieren oder zu leugnen versuchen, lassen die Lügen nach, ob es uns gefällt oder nicht. Und hier ist die Wahrheit über die Wahrheit. Sie tut weh. Also lügen wir. - Eine Frau ist imstande, zwei Tage lang von nichts anderem zu leben als von einem hübschen Kompliment. -

16. Begegnung des Jahres: Die eine. Das wäre gemein und auch nicht richtig, sich auf eine einzige festzulegen. Ich muss mich so verändert haben, dass man mich einfach nicht mehr erkennt. „Du kennst mich, denk mal nach.“ „Carolina.“ „Ja.“

17. Konzert des Jahres: Zum einen, die selbst gesungenen mit Voice’N’Noice, das Sommerkonzert von der Schule. Zum anderen, Keith Caputo, 19.Mai 2oo6, im Colos-Saal

18. Reise des Jahres: Frankreich, Paris. Ganz alleine fliegen.

19. Vorherrschendes Gefühl 2006: Freunde. Glück.

20. Alkoholexzesse: Nein. Keinen einzigen.

21. Das beeindruckenste Buch: Anna Gavalda - Je voudrais que quelqu’un m’attende quelque part

22. Doch vielleicht interessantester, passendster und tollster Satz eines Buches: Ein „Nein“ kann immer noch zu einem „Ja“ werden, aber es ist sehr schwierig, aus einem „Ja“ ein „Nein“ zu machen.

23. Schlimmstes Ereignis des Jahres: Unaussprechlich. Liebe Menschen weinen zu sehen.

24. Der hirnrissigste Plan: Wen bestimmtes zu sehen. Es gibt Dinge, die können einfach nicht passieren. Mitten in der Nacht, wen zu sehen.

25. Die gefährlichste Unternehmung: Mitten in der Nacht, in Frankreich, in einem Auto einer gewissen Person zu sitzen, das war extrem erschreckend und gefährlich. Aber ich konnte da nichts dafür. Schockend.

26. Das leckerste Essen: Mangocreme. Weihnachten. Frankreich, Paris, Restaurant.

27. Interessantestes/Lustigstes Telefonat: Das in meinem Kopf stattgefunden hat, während ich nebenbei mit zwei Freundinnen telefoniert habe. Eine Nacht und zwei Telefonate. Das eine war sehr schrecklich und ich sehr unentschieden. Und für das andere kann ich mich nur noch mal bedanken. Lieb.

28. Interessanteste Gespräche: Mit Mama. Mit Herrn G. Mit meinen besten Freundinnen.

29. Schönste Momente: Applaus. Ankommen in Frankreich, Paris. Ankommen in Deutschland. Tore. Menschen nach langer Zeit wieder sehen. Und einfach nur ein Lächeln. Als ich hörte, wie toll und schön ich Französisch spreche.

30. 3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen: Stress. Angst. Zu viele Gedanken und die daraus resultierende Kompliziertheit.

31. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte: Verliebt zu sein. Einen Freund zu haben. Und nein.

32. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe: Die Elefantentasche für meine Mama, Genesis-Konzertkarten für Papa.

33. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat: Mein Kaschmirschal von meinem Papa aus Indien. Herrlichst, so weich. Wollsöckchen. Einfach nur mal für mich Zeit haben.

34. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat: Schön dich wieder zu sehen. Ich hab dich lieb. Danke. Du bist immer hübsch- Du wirst noch hübscher sein und dann kannst du alles haben. (Und es war ernst gemeint)

35. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe: Ja.

36. Wenn ich etwas an 2006 ändern könnte, dann wären das: Einige Momente einfach raus schneiden und durch etwas schönes, anderes ersetzen. Wenn es aber so einfach wäre, würde sich jeder seine eigene Welt zusammenbasteln und plötzlich wäre die Realität eine Rarität.

37. 2006 war mit 1 Wort...? Neuentscheidendunbegreiflichanders.

Vorbei ist es ja. Und es war wunderschön, so wunderbschön, dass du jetzt bitte weiter runter scrollst und den letzten Monat, den ich vorhin noch schön aufgeschrieben habe auch noch mal mitliest. Ein herrliches, noch schöneres, neues Jahr wünsche ich.

You can't ask, "Why is this happening to me?" It's happening to you! Life's tough. Get a helmet.
31.12.06 20:08


I'm moving in slow motion. Like I’m moving in slow motion and everything around me is moving so fast and I just wanna go back.

Dieser Satz hört sich vielleicht traurig an, aber manchmal ist es vielleicht wirklich besser alles noch einmal in Zeitlupe zu sehen, um wirklich das zu sehen, was man auch will, oder um das zu sehen, was wirklich Tatsache ist. Aber wenn man zu lange in dieser Zeitlupe bleibt und sich nach alten Momenten zurück sehnt. Geht das Leben an einem vorbei, und dann ist es vorbei, ohne, dass man es richtig erlebt hat.
Eine letzte Novemberwoche mit einfach viel zu tun, zwei Schulaufgaben, Englisch (11 Punkte), vielen Planungen, Proben, einer perfekten Planung, einem sehr anstrengenden Wochenende, von hier nach dort, Doppelplanungen, Doppelbuchung und am Ende dann trotzdem glücklich sein, da alles geschafft und bewältigt wurde. Sportreferat, Zahnarzttermin mit Zeitschriften, Burn-out-Syndrom, hachja ich mag meinen Zahnarzt wirklich, der ist immer so lieb zu mir, hachja, ich die kleinen Gummitierchen. „Jungfrau von Orleans“ in Frankfurt, einfaches, effektives Bühnenbild. Hübsch. Dankeschön. Chorproben, Französisch- & Matheschulaufgabe in einer Woche, zu wenig Zeit, anstrengend. Generalprobe. Herrlich und ein Weihnachtskonzert mit Voice’N’Noice, hübsch, bis auf das letzte Lied. Oh, Tannenenbaum. Glory und danach mit meinem Dönermann, Döner essen, lustig. Und dann das erste Wochenende seit langem, das mal nur mir ganz allein gehörte, mir ganz allein. Ein Dienstag, an dem man mich von der Schule in der 3. Stunde in Chor nach Hause schickte, weil mir schwindelig war, ich Schmerzen hatte, mir es gar nicht gut ging. Hachja, unsere lieben Sekretärinnen. Mittwoch, Konzert. Schön, weihnachtlich eben, wie sich das gehört. Französischkursschoppen, schön, angenehm, mal etwas anderes, neues. Türsteher bei uns vor einer Kneipe, schick, aber seltsam. Weihnachtsgeschenke einkaufen, es ist so toll, wenn sich jemand wirklich darüber freut, dass man ein bestimmtes Geschenk haben will und die Verkäuferin sich so sehr freut. Weihnachten. Sehr schön, mein Kaschmirschal. Familie, freudige Gesichter, Christmette, und eines der tollsten Sachen, es gibt keine falschen Geschenke, bei uns nicht. Wenn man auf den anderen etwas achtet, dann kann so etwas gar nicht vorkommen. Eiei, superbst Ein Anruf in der Normandie, über den man sich sehr freute, ich mich auch. Und ein dazwischen weggedrückter von mir, leider. Nunja, es ging dann alles doch nicht so gut, wie es hätte laufen können, aber was haben wir gelernt: Es wird nicht auf Anrufe gewartet, nie zu keiner Zeit. Der mit wichtigste Unterschied zwischen Männern und Frauen ist, dass Männer nicht auf Anrufe warten. Statt zu warten, tun Männer etwas anderes. Schauen „ran“, entwickeln ein Mittel gegen Aids, verabreden sich mit einer Blondine, lesen die Aktienkurse in der „FAZ“, machen Muskelaufbautraining. Oder so’n Zeug. Und das Wichtigste daran ist: Sie tun es nicht, um sich vom Warten abzulenken. Sondern sie tun es, weil sie es tun wollen. Sie vergessen dabei, dass sie eigentlich warten. Deswegen sind Männer nie beim ersten Klingeln am Telefon und klingen immer so, als hätte man sie bei etwas gestört. Und angekommen sind wir auch schon. Hauptbeschäftigung. Facharbeit schreiben. Einmal weggehen, interessant war das. Halb elf beim Italiener. Etwas weiter, etwas wieder. Ein Danke an mich. Neu. Und dann sind wir auch schon wieder am heutigen Tag angelangt, und das wohl schönste ist, dass wir nicht in der Zeitlupe stecken geblieben sind, sonder nur noch einmal alles etwas zusammengefasst haben und nun in ein neues Jahr blicken können, in dem sich einiges, sehr vieles, vielleicht auch, wenn nicht sogar sicherlich etwas gravierend ändern wird. Aber mal wirklich, es gibt Änderungen, über die ist man sicherlich nicht böse. Nein. Und nein, traurig ist es auch nicht.

Nothing is forever and the time comes when we all must say goodbye to the world we knew. Goodbye to everything we had taken for granted. Goodbye to those we though would never abandon us. And when these changes finally do occur, when the familiar has departed and the unfamiliar has taken its place, all any of us can really do is to say hello and welcome.
31.12.06 19:55


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