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"Hast du schon einmal einen Löwen gesehen, der ein Gärtner war?" sagte der Glückliche Löwe. "Ich habe ja immer gesagt, es gibt noch Berufe für kluge Löwen."





Vergesst die Tatsache, dass es euch verrückt macht. Denn im Endeffekt hat es euch spätestens am Ende, als alles vorbei war glücklich gemacht. Es hat euch ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, obwohl es mehr als nur schwer war das Ziel zu erreichen, obwohl es nicht immer einfach war, obwohl man am verrückt werden war, obwohl es einem mehr als anstrengend vorkam, obwohl man alles dafür getan hat, dass es so wird, wie es nun ist. Vergesst die Tatsache, dass es euch verrückt macht. Nehmt stattdessen die Tatsache an, dass es euch am Ende sehr glücklich gemacht hat (und merkt euch die Fehler für das nächste Mal).

So kann man vielleicht am besten beschreiben, wie der letzte Monat wirklich war, Facharbeit, den ganzen Tag, ohne Pause, immer wieder, immer wieder mein Thema, selbst im Traum löschen sich Fußnoten, schießen Kinder das entscheidende Tor bei der Weltmeisterschaft 1998, alles auf französisch, Buchstaben, Zahlen. Nur Disziplin wandelt einen Traum in Realität. Es lebe die Facharbeit, die jetzt bis zur mündlichen Prüfung nicht mehr angesehen wird und von der ich jetzt auch erstmal nichts mehr hören will. Und in den kleinen Atempausen passieren schöne viele Dinge, wie Geburtstage, Gleichgültigkeit, nicht Warten (warum auch?) - Sie dürfen über alles verhandeln. Über mich verhandeln sie nicht. Über mich entscheide ich. Ich will nicht zum Spielball männlicher Eitelkeiten werden. - Schulanfang, Sturm, Organisation und Durchführung Videoabend, Chorproben, Taufe, Vernissage, Verdi Oper im Staatstheater in Darmstadt, mein neuer himmelblauer Timer für 2oo7, meine kleine Belohnung, Ballett, einfach mal unbeschwert Bücher lesen, die nichts mit diesem einen Thema zu tun haben und dann noch diese ganzen Termine nebenbei, Schulaufgaben, Treffen, dies und das. Und immer wieder Änderungen hier und da, einfach mal abschalten war nicht möglich, immer wieder kreisen die Gedanken um das Thema, man ist wie gefangen und in dem Moment der Abgabe, ein strahlendes Lächeln, das bleibt, den ganzen langen Gang bis zu Chemie und ein unbeschreibliches Gefühl. Erleichterung. Glück. Zufriedenheit. Frei sein. Und doch das Mitzittern, nicht Glauben wollen. Und dann doch noch geschafft. Umarmung. Erleichterung. Eine freundliche Geste. Feiern. Entspannung. Das erste Wochenende seit Weihnachten, an dem ich ausschlafen konnte, einfach nur schlafen, ohne Alpträume, durchschlafen, ohne immer diesen einen Gedanken im Hinterkopf. Und ein Beweis. Jungs bleiben eben immer Jungs. Im Allgemeinen gibt es für Grenzen einen Grund. Eine neue Woche, ein neues Halbjahr. Und dies uns das neues, viel Neues wird auch noch in nächster Zeit passieren und immer wieder Planungen für die nächste Zeit und die Zeit danach. Kommt Zeit, kommt Mann. Aber ersteinmal glücklich sein, einfach glücklich sein und es genießen, sich für dieses Gefühl einmal Zeit nehmen.

Aber was ist schon Zeit? Wann hast du mal wieder Zeit? Wann ist es Zeit aufzuhören, aufzugeben? Manchmal festigt man seinen Charakter, wenn man lernt, wann man aufgeben muss. Woher weis ich überhaupt was Zeit ist? Vielleicht ist Zeit, auf fahrende Züge aufspringen, bevor sie abgefahren sind. Bevor der schönste Teil vom Leben vorbei ist.
30.1.07 00:19
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Chrissi / Website (3.2.07 23:23)
Du hast ja so Recht! Is schon ein komisches Ding, unsere "Zeit". Schon merkwürdig, dass alles vergänglich ist. Heute Morgen dachte ich: Morgen früh fahren wir mit der Schule zum Skifahren, morgen Abend sind wir schon dort und übermorgen ist schon wieder der erste Tag vorbei. Echt verrückt, was? Die ganze Organisation, Vorfreude, Packerei hat mit einem Mal ein Ende und gehört nur einige Stunden später der Vergangenheit an. In dem Sinne: Genieße die Zeit!
Liebe Grüße ins Bayernländle, in dem ich morgen auch sein werde (Eine Woche Skifahren in Bad Hindelang!)
Chrissi

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